STB Sexualtherapie Basel -Wie kann Stress die Sexualität beeinflussen?

Wie Stress die Sexualität beeinflussen kann?

Stress ist allgegenwärtig und hat erhebliche Auswirkungen auf unser allgemeines Wohlbefinden sowie unsere Sexualität. Wenn der Körper in den „Fluchtmodus“ versetzt wird, beeinflusst dies sowohl die körperliche als auch die psychische Gesundheit. Doch wie genau wirkt sich dieser Zustand auf die sexuelle Erregung, Lust und den Orgasmus aus?

Physiologische Auswirkungen von Stress auf die Sexualität:

Unter Stress produziert der Körper vermehrt Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin. Diese Hormone sind entscheidend für die Bewältigung der Stresssituation, verschieben jedoch den Fokus von weniger akuten Bedürfnissen wie der sexuellen Erregung. Die Auswirkungen von Stress auf die Sexualität können sich wie folgt zeigen:

  • Lustminderung durch Stress: Stress kann das sexuelle Verlangen reduzieren. Alarmbereitschaft und hormonelle Dysbalance vermindern die Energie für sexuelle Aktivitäten.


  • Erektionsstörungen bei Männern: Stress kann bei Männern Erektionsstörungen verursachen. Erhöhte Cortisolproduktion beeinträchtigt die Blutversorgung und hormonelle Balance, die für eine Erektion notwendig sind.


  • Schwierigkeiten bei der Erregung bei Frauen: Frauen können unter Stress Schwierigkeiten haben, sich sexuell zu erregen. Stress reduziert die Blutzufuhr zu den Genitalien und stört die hormonelle Balance, was die sexuelle Erregung verringert.


  • Orgasmusstörungen durch Stress: Stress kann sowohl bei Frauen als auch bei Männern die Fähigkeit beeinträchtigen, einen Orgasmus zu erreichen oder zu geniessen. Anspannung und Nervosität verhindern eine erfüllende sexuelle Erfahrung.


Psychologische Auswirkungen von Stress auf die Partnerschaft:

Stress hat nicht nur physiologische, sondern auch psychologische Auswirkungen auf Ihre Partnerschaft:

  • Kommunikationsprobleme: Stress kann die Kommunikation zwischen Partnern belasten. Missverständnisse und emotionale Distanz entstehen, wenn einer oder beide Partner gestresst sind, was Intimität und Vertrauen beeinträchtigt.


  • Gefühl der Distanz: Die Auswirkungen von Stress auf die Sexualität können zu einem Gefühl der emotionalen Distanz führen. Wenn sexuelle Bedürfnisse nicht erfüllt werden und die Partnerschaft unter Stress leidet, kann dies zu Entfremdung führen.


3 Tipps für Sie:

  • Das „Fantasie-Notizbuch“ – Kreative erotische Selbstentfaltung: Führen Sie ein Notizbuch, in dem Sie Ihre erotischen Fantasien, Wünsche und Gedanken festhalten. Nehmen Sie sich regelmässig Zeit, um Ihre Fantasien zu Papier zu bringen. Dies kann Ihnen helfen, Ihre sexuelle Vorstellungskraft zu erkunden und den Stress des Alltags durch kreative Selbstwahrnehmung aufzubauen. Es git auch eine Gelegenheit, Ihre eigenen Bedürfniss und Wünsche besser zu verstehen.


  • Das „Stress-Freie Liebesritual“ – 15 Minuten für Ihre Intimität: Schaffen Sie sich jeden Tag einen kleinen, festen Moment der Intimität. Verbringen Sie täglich 15 Minuten mit Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner, um sich gegenseitig zu verwöhnen, ohne Ablenkungen. Dies könnte eine sanfte Massage, achtsames Streicheln oder das Teilen von positiven Gedanken sein. Dieser regelmässige, Austausch kann Ihre Verbindung stärken. 


  • Das „Fantasie-Check-in“ – Durch erotische Gespräche: Nehmen Sie sich regelmässig Zeit, um mit Ihrem Partner über erotische Fantasien und Wünsche zu sprechen. Dies kann in Form von kurzen, Gesprächen erfolgen, die Ihre sexuelle Vorfreude wecken kann.


Für weitere Informationen oder zur Vereinbarung eines Termins stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Ich freue mich auf Sie.

Herzliche Grüsse
Die Sexualtherapeutin

Karin Utz-Jenni